„Der ganze Aufruhr kam spontan“

Am 19. Juni 1941 rückten in der sauerländischen Kreisstadt Olpe etwa zwanzig Mitglieder
eines Gestapo-Kommandos an, um das Pallottiner-Kloster zu stürmen und dessen Bewohner zu vertreiben. Gegen diesen Raubzug der Nazis demonstrierten an drei aufeinanderfolgenden Tagen hunderte Frauen, Männer und Jugendliche. Sie sangen Kirchenlieder gegen die braunen Feinde von Kreuz und Christentum, läuteten Glocken und beschimpften lautstark die Nazi-Bande. Weil die Gestapo-Beamten Teilnehmer der Proteste verprügelten, bewaffneten sich einige Bauern sogar mit Eichenknüppeln. Der Aufruhr kam spontan. Die Laien am Ort ergriffen Initiative, ohne die kirchliche Obrigkeit vorher um Erlaubnis zu fragen. Die Gestapo lernte daraufhin im südlichen Sauerland das Fürchten.

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